Agilität im kleinen Rahmen einzuführen, ist oft schon anspruchsvoll. Doch die eigentliche Bewährungsprobe beginnt meist erst dann, wenn mehrere Teams, Abteilungen und Führungsebenen zusammenwirken müssen.
Was in einem einzelnen Team noch gut funktioniert, stößt in großen Organisationen schnell an Grenzen. Abhängigkeiten nehmen zu, Entscheidungswege werden komplexer, Prioritäten konkurrieren miteinander, und aus einer anfangs sinnvollen agilen Einführung wird nicht selten ein schwerfälliges Konstrukt mit neuen Meetings, neuen Rollen und alten Problemen.
Genau hier beginnt das Thema agile Skalierung.
Denn Skalierung bedeutet nicht einfach, Scrum, SAFe, LeSS oder ein anderes Framework über möglichst viele Bereiche auszurollen. Erfolgreiche Skalierung heißt, agile Prinzipien so in einer komplexen Organisation zu verankern, dass Zusammenarbeit, Transparenz, Anpassungsfähigkeit und Wertschöpfung tatsächlich besser werden. Und genau daran scheitern viele Unternehmen nicht aus Mangel an Motivation, sondern weil sie Skalierung zu stark als Strukturfrage und zu wenig als Organisationsentwicklung verstehen.